Für eine bessere Zukunft..................................
1994 entschloss sich die Tecagro AG St. Gallen zusammen mit einem Partner, im Gebiet wo handgeknüpfte Teppiche hergestellt werden, eine Schule zu bauen und deren Unterhalt zu finanzieren – unter dem Motto:

Für eine bessere Zukunft...

Zusammen mit einem unserer Lieferanten, den wir seit 20 Jahren kennen, haben wir das Dorf Palhaiya ausgesucht. Es ist ein typisches indisches Bauerndorf ca. 60 km von Varanasi (Benares) entfernt. Es hat ca. 2’500 Einwohner, ungefähr die Hälfte davon sind Hindus, die andere Hälfte sind Moslems. Ein Schulrat (Schulpflege), gemäss indischen Vorschriften wurde gegründet, der sich aus sechs Dorfmitgliedern (Dorfältesten), dem Verwalter (unser Lieferant) und einem Vertreter der schweizerischen Sponsoren besteht. Von Beginn weg haben wir festgelegt, dass die Schule konfessionsneutral und offen sein muss für Mädchen und Knaben. Dem stimmten die Dorfältesten zu.

Im Dezember 1994 wurde das Land gekauft. Die Baupläne wurden erstellt und die Kosten berechnet für ein Schulhaus mit vier Zimmern, einer Terasse usw. Im Sommer 1995 wurde mit dem Bau begonnen und im März 1996 war er fertiggestellt.
Wir engagierten zwei Lehrerinnen sodass sich im Mai 1996 die Kinder in der Schule einschreiben konnten. Wir rechneten mit ca. 100 Schülern. Aber über 300 haben sich eingeschrieben! Der Dorfscheider wurde beauftragt, die Schuluniform anzufertigen und er nahm an allen Kindern Mass!
Am 1. Juli 1996 begann in Indien das neue Schuljahr. Nicht alle, die sich eingeschrieben hatten, erschienen, aber mit 220 Schulkindern platzte unsere Schule aus allen Nähten. Das Lehrerzimmer wurde zum Schulzimmer und wir fanden eine weitere Lehrerin. Zwei Schichten“ wurden eingeführt, d.h. ein Teil am Morgen, der Rest am Nachmittag.
Mit dem riesigen Andrang, kam von indischer Seite sofort der Wunsch, die Schule zu vergrössern. Aus Sicht der Sponsoren, wollten wir die Schule für den Anfang klein und übersichtlich halten. Zum Glück behielten wir dieses Konzept für zwei Jahre bei, denn wir hatten viele Detailprobleme zu lösen. Im Schuljahr 1998/1999 wurde ein weiteres Zimmer angebaut, im 2001 weitere drei Zimmer und momentan sind wir dabei, nochmals zusätzliche Zimmer zu erstellen. Momentan beschäftigen wir acht Lehrer, davon sieben Frauen und einen Mann. Lehrerinnen arbeiten in Indien wesentlich zuverlässiger als Lehrer – die Gehälter sind dieselben ca. Indische Rupien 2000.- pro Monat (der Staat zahlt nur ca. Rs. 1’000. – 1’500.-).
Der Stundenplan unserer Schule besteht aus den Fächern:

- Hindi mündlich, schriftlich, lesen, Diktat
- Englisch mündlich, schriftlich, lesen, Diktat
- Rechnen mündlich und schriftlich
- Klassenarbeit
- Allgemeines Wissen

Die Schule ist vom indischen Staat genehmigt, d.h. die Zeugnisse der Schulabgänger werden bei einer Bewerbung beim Staat, z.B. Polizei, Militär, Spital , Eisenbahn usw. anerkannt.
 
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